10 Schritte zum eigenen Bonsai – einen Bonsai selbst gestalten

Bonsai finden sich mittlerweile in jedem gut sortierten Gartenfachhandel in sehr unterschiedlichen Ausführungen. Prinzipiell gilt es bei einem Bonsai zu unterscheiden, ob der japanische Miniaturbaum für den Indoor- oder aber für den Outdoorbereich geeignet ist. Jedoch kann ein Bonsai auf eigenständig aus einer Jungpflanze gestaltet werden. Nachfolgend eine kurze Anleitung, wie sich der Pflanzenfreund in 10 Schritten sehr einfach einen eigenen Bonsai gestalten kann.

Welche Jungpflanze soll ich für den Bonsai nehmen und was für Equipment wird benötigt?

Für die Gestaltung von einem Bonsai benötigt der Pflanzenfreund in erster Linie eine geeignete Jungpflanze. Hierbei ist es natürlich von Bedeutung, wo der Bonsai später stehen soll – im Freien oder in der Wohnung. Soll der Miniaturbaum später im Indoorbereich stehen, so eignet sich ein Ficus Bonsai besonders gut, da der Ficus Bonsai sehr genügsam ist und schon als Jungbonsai sehr edel aussieht. Für den Außenbereich ist in erster Linie eine typisch asiatische Pflanze, wie beispielsweise der japanische Ahorn, zu empfehlen, da der japanische Ahorn bereits von Natur aus recht kleine Blätter entwickelt. Zudem weist ein japanischer Ahorn bereits als Jungpflanze eine schöne Wuchsform auf, die einem großen japanischen Ahorn in der freien Natur recht ähnlich ist.


Nachdem die Jungpflanze für den Bonsai ausgesucht wurde, benötigt der Gartenfreund noch einiges an Equipment für das Gestalten von seinem eigenen Bonsai. Nachfolgend hierfür nun eine Liste:

  • eine flache Bonsaischale
  • nährstoffarme Erde (ev. spezielle Bonsaierde oder auch Gartenerde)
  • Blumendraht
  • Bonsaischere
  • Dekogegenstände (Steine, Wurzeln oder eine typische japanische Figur)
  • Pflanzensprüher

Nun beginnt die Gestaltung von dem eigenen Bonsaibaum in 10 Schritten:

  • Im ersten Schritt muss der frisch gebackene Bonsaigärtner die Jungpflanze aus dem Topf ziehen und die Wurzeln von dem Substrat befreien.
  • Daraufhin werden die Wurzeln um ungefähr zwei Drittel eingekürzt. Vorsicht bei Pflanzen mit einer Pfahlwurzel, diese darf nicht zu sehr gestutzt werden, etwa nur um die Häfte!
  • Der Boden der Bonsaischale wird mit Erde befüllt. Daraufhin die Jungpflanze in die Schale auf die Erde stellen und mit etwas Draht in der Schale fixieren. Den Draht hierfür um den unteren Stamm der Pflanze (am Übergang zwischen Wurzeln und Stamm) wickeln und durch das Lock der Bonsaischale ziehen.
  • Die Bonsaischale ganz mit Erde befüllen. Hierbei sollte zum Stamm des Jungbonsai hin ein kleiner Hügel entsehen, denn dies ist typisch für einen japanischen Bonsai. Alle Wurzeln müssen komplett mit Erde bedeckt werden!
  • Die Erde gut andrücken, damit der Bonsaibaum stabil in der Schale steht.
  • Die Äste müssen mithilfe der Bonsaischere eingekürzt und mit Draht in Form gebracht werden. Hierbei sollte sich der Gartenfreund an einem Bild von einem großen Baum der selben Gattung orientieren, um eine natürliche Wuchsform bei seinem Bonsaibaum zu erreichen. In diesem Schritt liegt die wahre Bonsaikunst!
  • Die Dekogegenstände hinzufügen und die Erde mit dem Pflanzensprüher gut durchnässen.
  • Den neuen Bonsaibaum an seinem Standort aufstellen und immer drauf achten, dass die Erde leicht feucht ist. Vorsicht! Ein Bonsai sollte nicht über einen längeren Zeitraum gänzlich austrocknen!
  • Den Bonsai schneiden: Der Junge Bonsai wird immer wieder versuchen aus der gewünschten Wuchsform auszubrechen und vor allem in der Wachstumsperiode lange, dünne Triebe bilden. Daher muss der Gartenfreund regelmäßig seinen Bonsai schneiden, um diesen in der gewünschten Wuchsform zu halten. Beim Bonsai schneiden hilft wiederum ein Bild von einem natürlich gewachsenen Baum der selben Gattung.
  • Den Bonsai nur alle paar Monate mäßig düngen! Hierfür nur einen Dünger verwenden, der eine sehr geringe Nährstoffkonzentration aufweist. Am besten einen speziellen Bonsaidünger einsetzen. Vor dem Düngen immer erst die Erde gut befeuchten!


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