Giersch – Unkraut oder Segen?

Viele Gartenfreunde finden in jedem Jahr erneut Giersch im Garten vor. Die Meinungen über Giersch spalten sich teilweise enorm, da sich Giersch sehr schnell im Garten ausbreitet und dennoch ungemein viele Positivaspekte aufweist. Darum stellt sich die generelle Frage: Ist Giersch ein Unkraut oder ein Segen?

Was ist Giersch überhaupt?

Der in ganz Europa und auch Amerika sehr weit verbreitete Giersch gehört zu der Familie der Apiaceae und stellt eine krautige Pflanze dar, die es gerne feucht und schattig mag. Aus diesem Grund wächst der Giersch gerne unter schattigen Baumbeständen, jedoch benötigt Giersch prinzipiell sehr stickstoffreiche Böden, was aus dem sehr schnellen Wachstum und dem hiermit verbundenen hohen Stickstoffbedarf des Giersch resultiert. Ferner breitet sich der Giersch zum Ärgernis vieler Gärtner ungemein schnell aus und bildet sehr tiefe Wurzeln, die bis zu einem halben Meter in den Boden ragen können.

Giersch als Gemüse, Salat und Heilpflanze.

Zwar wird der Giersch von vielen Gärtnern als Unkraut angesehen, jedoch weist diese Pflanze auch sehr viele Postivaspekte auf. Beispielsweise kann der Giersch als Heilpflanze gegen Gicht eingesetzt werden und selbst in der heimischen Küche lässt sich der Giersch zu leckeren Salaten und Gemüse verarbeiten, denn im Giersch finden sich viele wertvollen Nährstoffe, wie Vitamin C, Kalium, Karotin und sogar Eisen. Der Geschmack von Giersch erinnert ein wenig an Spinat mit einer kleinen Priese Petersilie.

Wie kann man Giersch bekämpfen?

Möchte der Gärtner den Giersch im Garten bekämpfen, so steht er zumeist einem recht aussichtslosen Kampf gegenüber. Denn selbst wenn der Giersch sehr vorsichtig ausgerissen wird, verbleiben immer noch kleine Stücke der Wurzeln im Boden, die sehr schnell wieder austreiben. Manche Gärtner nehmen sogar eine komplette Abtragung des Bodens vor, um den Giersch zu bekämpfen. Doch auch diese Methode führt nicht immer zum gewünschten Erfolg.

Bitte keine chemischen Mittel gegen Giersch einsetzten – denkt an die Natur!

Natürlich kann man den Giersch bekämpfen, indem chemische Unkrautvernichter eingesetzt werden, doch davon sollte der Gartenfreund aus ökologischer Sicht absehen. Hingegen sollte der Naturfreund, wenn überhaupt, lieber auf einen biologischen Unkrautvernichter zurückgreifen, mitlerweile finden sich sehr gute rein biologischen Unkrautvernichter im Handel! Einige Gärtner verzeichnen auch mit einer kompletten Abdeckung von dem Giersch mit einer schwarzen, lichtundurchlässigen Folie oder mit Flies Erfolg, die den ganzen Sommer im Garten verbleibt. Doch auch bei dieser Art den Giersch zu bekämpfen, können die Pflanzen unterirdische Ausläufer bilden und an einer anderen Stelle ans Tageslicht treten.

Den Giersch immer wieder ausreißen und verzehren!

Die wohl beste Methode den Giersch zu bekämpfen, stellt das regelmäßig wiederholte Ausreißen und der anschließende Verzehr der Pflanzen dar. Oder aber der Gartenfreund akzeptiert den Umstand, dass in seinem Garten Giersch als „Unkraut“ wächst und versucht diesen lediglich an einer Ausbreitung zu hindern. Denn letztendlich ist auch der Giersch kein Unkraut, sondern ein Stück Natur – und ein wertvolles obendrein!


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4 Kommentare to “Giersch – Unkraut oder Segen?”

  1. Hi Thorsten,

    tollen Blog hast du da, sehr informativ!

    Ja, der Girsch ist auch ein Teil meines Garten- und Gärtnerlebens.
    So richtig konnte ich mich bisher mit der Nutzung desselben als Wildgemüse noch nicht anfreunden, aber das wird vielleicht noch … ;-)

    Nervig ist halt schon, wenn er immer wieder die schön angelegten Stauden-Beete unterwandert und die mühsam angesiedelten Blumen als florale Schutzschilde missbraucht.

    Aber natürlich hast du völlig recht:
    Er ist Teil der (Garten)Natur, er fordert uns heraus, ist vielleicht ein Hinweis, auch in einem selber das Wilde, Ungestüme, Ungebärdige zuzulassen.

    lg
    johann

  2. Torsten sagt:

    Hi Johann,

    danke für Deinen Besuch auf meinem Blog und für Dein Kommentar! Ich weiß genau, was Du meinst – der Giersch kann einen schon sehr in Anspruch nehmen. Ich habe mich früher sehr über die Wuchsfreudigkeit von dieser Pflanze aufgeregt, doch heute sehe ich das etwas aus einem anderen Blickfeld. Klar, wenn er sich in den Beeten ausbreitet, ist das nicht gerade ideal, trotzdem muss meiner Meinung nach nicht gleich an ganzer Giersch-Bestand im Garten ausgerottet werden und es reicht doch aus, den Giersch aus den Betten zu entfernen ;)

    Grüße Torsten

  3. Perti sagt:

    Hallo Leute,
    auch ich habe die Probleme mit diesem echt nervigen Unkraut gehabt.
    Mein Tipp in diesem Fall:
    Ich bin durch Zufall auf eine Seite gestoßen (www.wurzelfeind.de) und habe mir ein Unkrautvlies namens Plantex Gold dort bestellt; seither bin ich das Unkrautproblem echt los. Da gibt es auch 25 Jahre Garantie darauf, müsst ihr euch mal anschauen.
    Weiter viel Spaß mit der Gartenarbeit
    Petri

  4. Klaus sagt:

    Hallo Torsten,

    ich habe eine Suppe aus Giersch gekocht und dazu eine bebilderte Anleitung online gestellt: http://www.kamin-blog.de/garten/giersch-im-garten/

    Wie Du schon geschrieben hast; der Giersch ist ein wertvolles Kraut und für mich beleibe kein Unkraut.

    Viele Grüße
    Klaus

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