Holzfenster für energetisches Bauen

Holzfenster sind nicht nur attraktiv und vielseitig, sie steigern auch den Energieeffizienzwert. Zudem lassen sie sich in unterschiedlichen Farben und Designs verwenden. In modernen Passivhäusern gehören Holzfenster bereits zum Standard. Preislich sind sie etwas teurer als Kunststofffenster, doch unter energetischen Gesichtspunkten sind Fensterkonstruktionen aus Holz, wenn sie mehrfach verglast sind, ein langfristiger Kostensparer.


Warum eignen sich Holzfenster?

Holz hat als Material eine schlechte Wärmeleitfähigkeit und eignet sich somit hervorragend zur Wärmedämmung. Laut der Energieeinsparverordnung müssen Fenster einen Wärmedurchgangskoeffizienten von unter 1,3 W/(m²K) haben. Holzfenster haben einen U-Wert von 0,83 W/(m²K). Das bedeutet, dass Bewohner eines Hauses mit diesen Fenstern deutlich Heizöl oder Gas einsparen können. Bei Wohnungen mit Elektroheizung sind Holzfenster besonders effizient. Durch sie sparen Verbraucher je nach Haushalts- und Wohnungsgröße einige Hundert Kilowattstunden Strom. Das macht sich in der jährlichen Stromabrechnung positiv bemerkbar. Holzfenster haben noch weitere Eigenschaften: Sie sorgen für die Regulation der Luftfeuchtigkeit im Haus und lassen sich leicht reparieren.

Welche Holzfenster gibt es?

Nicht jedes Holz eignet sich für Fenster. Einige Hölzer sind bei Kälte, Regen oder große Hitze empfindlich, andere Holzarten ziehen Pilze oder Würmer an. Der langjährig erfahrene Fensterbauhersteller Sorpetaler empfiehlt Fichten-, Kiefern-, Eichen-, Teak-, Pinien- oder Buchenholz zu verwenden. Die Hölzer zeichnen sich durch eine lange Haltbarkeit aus und verfügen über hohe Isoliereigenschaften. Am günstigsten sind Holzfenster aus Fichte, am teuersten sind Tropenhölzer. Aus ökologischer Sicht sind heimische Hölzer am sinnvollsten. Wer auf tropische Holzarten nicht verzichten will, sollte sie für Produkte aus kontrolliertem Anbau mit Gütesiegel entscheiden. Holzfensterkonstruktionen eignen sich übrigens auch für Terrassenüberdachungen.

Welche Haltbarkeit haben Holzfenster?

Holzfenster haben eine Haltbarkeit von bis zu vierzig Jahren. Allerdings nur, wenn man sie richtig pflegt. Dazu gehört regelmäßiges Reinigen und Anstreichen der Fensterrahmen. Der Anstrich sollte alle drei bis fünf Jahre erneuert werden. Auch die Dichtungsgummis sollten Verbraucher in regelmäßigen Abständen kontrollieren. Mit spezieller Milch lassen sich die Gummis pflegen und geschmeidig halten. Bewegliche Teile der Mechanik benötigen einmal im Jahr eine Ölung.

Förderungen für Holzfenster

Da Holzfenster so energieeffizient sind, unterstützt der Staat den Einbau mit Förderprogrammen. Diese Förderungen sind – abhängig vom Wohnort – regional bei der örtlichen Kommune sowie bundesweit beim Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle oder der KfW-Bank erhältlich. Verbraucher sollten dabei berücksichtigen, dass die Holzfenster einen Dämmwert von mindestens 0,95 W/m²K haben und auch das Glas sowie der Rahmen eine bestimmte Qualität aufweist. Die Details sind in den Richtlinien der jeweiligen Förderprogramme zu finden.

KfW-Fördermöglichkeiten:

- Programm 430 erstattet bei Einzelmaßnahmen 10 Prozent der förderfähigen Kosten, insgesamt pro Wohnung bis zu 5.000 Euro. Wer das gesamte Gebäude sanieren will und bestimmte Energie-Effizienzstandards erreicht, bekommt einen Zuschuss von bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 30.000 € pro Wohneinheit.

- Programm 151/152 ist ein Kredit, der für energetische Sanierungen bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit bereithält, bei Einzelmaßnahmen maximal 50.000 Euro. Tilgungszuschüsse bis zu 27.500 Euro sind maximal möglich.

Bild-Quelle: pixabay @ Antranias (CCO Public Domain)


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